++ Coronavirus ++ Wichtige Informationen ++

Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

bedingt durch die aktuellen Entwicklungen durch die Corona-Epidemie und den daraus resultierenden Vorsichtsmaßnahmen fallen Veranstaltungen aus oder finden nur beschränkt statt.

 

Kontaktieren Sie daher bitte die angegebenen Ansprechpartner für Informationen zu spezifischen Veranstaltungen.

 

 

Wir bitten um Ihr Verständnis.

20.05.2020, Tiroler Achen: Brutgeschehen im vollen Gange

In den letzten Wochen haben sich an der Tiroler Achen die Paare von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer gefunden. Die meisten haben noch die Eisheiligen abgewartet, aber jetzt sitzen sie und brüten. Dies tun die Flussregenpfeifer mitten auf den Kiesbänken. Dort sind sie perfekt getarnt und verschmelzen förmlich mit den bunten Kieselsteinen. Aber auch wir Menschen lieben die Kiesbänke an der Tiroler Achen. Im Rahmen des von der EU geförderten Interreprojektes „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ sind zur Zeit Sabine Pröls von der LBV-Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach und die Gebietsbetreuerin des Achentals Kathrin Kopschinski mit verschiedenen ehrenamtlichen Helfern dabei, die sensiblen Brutbereiche mit gelben Schildern abzugrenzen. Dadurch wissen die Besucher welche Stellen auf den Kiesbänken sie meiden müssen, damit die seltenen Arten erfolgreich brüten können. Nur für die Zeit der gut dreiwöchigen Brut werden die Schilder für die Flussregenpfeifer aufgestellt.

Auch der vom Aussterben bedrohte Flussuferläufer brütet mit zwei bis drei Paaren an der Tiroler Achen. Er lebt versteckter und die genauen Brutplätze sind schwerer zu finden. An zwei Kiesbänken wurden auch für diesen scheuen Vogel Schilder aufgestellt. „Dort müssen wir warten, bis uns die Warnrufe der Elternvögel verraten, dass Ihre Brut geschlüpft ist“ so Sabine Pröls.

Inzwischen sind im Gemeindegebiet Schleching für den Flussregenpfeifer zwei Brutplätze auf den Kiesbänken bei Baumgarten und zwei Bereiche für den Flussuferläufer abgesperrt. Im Gemeindegebiet Übersee ist im Bereich der Kiesfalle nördlich der Bahnlinie ein Gelege gekennzeichnet. Der LBV und das Ökomodell Achental bitten die Bevölkerung die Brutplätze nicht zu begehen und sich auch möglichst von den Schildern etwas fern zu halten. Ganz wichtig ist, dass Hunde dort nicht freilaufen.

Sabine Pröls 

27.04.2020: Die Brutsaison der Flussuferläufer und Flussregenpfeifer beginnt!

Oft übersehen leben an der Tiroler Achen ganz besondere Vögel: Flussregenpfeifer und Flussuferläufer kommen im April aus Ihren Wintergebieten in Afrika zurück. Hier brauchen sie die Kiesbänke der Flüsse, auf denen sie ihre Jungen großziehen. Der gefährdete Flussregenpfeifer legt seine Eier in eine Mulde direkt auf die steinige Kiesbank. Der bei uns sogar vom Aussterben bedrohte Flussuferläufer brütet in locker bewachsenen Bereichen der Kiesbänke. Leicht haben es diese Tiere jedoch nicht. Waren unsere Flüsse früher viel breiter, mit sich jährlich verändernden, ausgedehnten Kiesbänken, so sind diese im Zuge der Begradigungen Mangelware geworden. Weiter sind die Tiere immer von Hochwasser gefährdet. Deshalb fangen sie auch verhältnismäßig spät im Jahr zu brüten an und legen bei Verlusten oft ein Nachgelege. Aber auch wir Menschen spielen eine Rolle, haben die Kiesbänke für uns doch eine große Bedeutung um Natur zu erleben.

Hier setzt das grenzüberschreitende Interregprojekt „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ an. Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach vom Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) beobachtet nun im dritten Jahr zusammen mit ehrenamtlich Engagierten diese besonderen Vogelarten. Unterstützt wird sie dabei von der Gebietsbetreuerin des Achentals Kathrin Kopschinski. Lassen sich die Vögel zur Brut auf bestimmten Kiesbänken nieder, beobachten sie, ob die Vögel menschlichen Störungen ausgesetzt sind. Dann kommen gelbe Schilder zum Einsatz, die Brutplätze für die Dauer der Brutzeit absperren. Dies ist nach Art. 31, BayNatSchG möglich. Der Vorteil ist, dass wirklich nur notwendige Stellen abgesperrt werden und der Großteil der Kiesbänke weiter betreten werden können. Aktuell werden in der Gemeinde Schleching am Buchberg eine Kiesbank gesperrt, auf welcher der seltene Flussuferläufer brütet. Je nachdem, wo sich die Flussregenpfeifer niederlassen, können noch Schilder bei Raiten und auf den Kiesbänken südlich der Brücke nach Unterwössen dazukommen oder am Ausgang der Entenlochklamm. Der Landesbund für Vogelschutz und die Gemeinde Schleching bitten die Bevölkerung diese kurzfristige und räumlich begrenzte Einschränkung zu respektieren, damit auch in Zukunft im Achental Flussregenpfeifer und Flussuferläufer leben können.

 

Sabine Pröls

Aktuelle News aus dem Naturschutz


Insektensommer - Zählen was zählt!
>> mehr lesen

Aktuell, interessant und wichtig

Leicht verwechselbar

Was unterscheidet eine Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder einen Fitis von einen Zilpzalp? 

 

Wandel in Landwirtschaft ist unausweichlich

Noch ist es schwer, den dringend notwendigen Wandel in der EU-Landwirtschaftspolitik gegen die Agrarlobby voranzutreiben. Auch wenn nicht nur Studien den Artenschwund und die Folgen der Intensivlandwirtschaft belegen, sondern jedermann mittlerweile die Veränderungen spürt, leugnet sie weiterhin die Zusammenhänge. Ein neues Fördermodell könnte den Durchbruch bringen.

 

Bewusst konsumieren

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Welcher Vogel ist das?

Die wichtigsten Merkmale, um Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig festzulegen.

 

Die 25 häufigsten Wintervögel

Vögel am Futterhaus und im Garten sicher erkennen und richtig bestimmen. Bei uns finden Sie alle Informationen, die Sie dafür brauchen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe und Stimmen der 25 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

 

Gutes Vogelfutter erkennen

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Der LBV vor Ort in Bayerns Regionen

Wir sind flächendeckend in Bayern für den Naturschutz aktiv.

 

Ansprechpartner finden

Termine des LBV