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Die LBV-Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach betreut die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a. Inn, Rosenheim sowie Traunstein.

Schwerpunkte der Arbeit sind neben der Betreuung der jeweiligen LBV-Kreisgruppen die Erstellung naturschutzfachlicher Stellungnahmen, die Betreuung der LBV-Flächen im Wiesenbrütergebiet Haarmoos sowie verschiedene laufende Projekte.  

 

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Ihre 

Sabine Pröls 

 

Leitung der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach 

Kreisgruppe Rosenheim Kreisgruppe Mühldorf Kreisgruppe Altötting Kreisgruppe Berchtesgadener Land Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach Kreisgruppe Traunstein Umweltstation Wiesmühl mit Außenstelle Übersee

Ausgleichsflächen-Finder*innen gesucht!

Wann immer durch eine Baumaßnahme an einer Stelle Natur verloren geht, muss dies an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das ist in Bayern gesetzlich vorgeschrieben. Ausgleichs- und Ersatzflächen können als wertvolle Lebensräume im Biotopverbund dazu beitragen, den Verlust der Artenvielfalt in Bayern aufzuhalten. 

Leider wird die Schaffung von Ausgleichsflächen nicht von allen Kommunen in Bayern in dem Umfang geleistet, wie es vorgeschrieben und für die Natur notwendig wäre. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die aktuellen Zustand der Ausgleichsflächen in Bayern zu erfassen. Dafür brauchen wir Sie!

 

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Erfolgreicher Jungfernflug von Bartgeier „Bavaria“

Der erste der ausgewilderten Bartgeier hat seine Felsnische verlassen – In den kommenden Wochen im Nationalpark zu beobachten – Offizielle Bartgeier-Führungen buchbar

 

Berchtesgaden/Hilpoltstein, 08.07.2021 – Genau vier Wochen nachdem der bayerische Naturschutzverband LBV und der Nationalpark Berchtesgaden im Klausbachtal die ersten Bartgeier über 100 Jahre nach ihrer Ausrottung in Deutschland ausgewildert haben, hat heute das erste der beiden jungen Bartgeierweibchen die Felsnische verlassen. „Heute Morgen hat uns Bavaria um 5.19 Uhr alle überrascht. Der Nationalpark-Praktikant Sebastian aus unserem Beobachtungsteam hatte die üblichen morgendlichen Flugübungen gerade protokolliert, als Bavaria mit ein paar wenigen kräftigen Flügelschlägen wie ein Senkrechtstarter plötzlich aufstieg und wie aus dem Nichts aus der Nische segelte. Nun ist der Bartgeier wieder ein Teil unserer faszinierenden Natur in den bayerischen Alpen und wir sind überglücklich, dass alles so gut geklappt hat“, sagt der LBV-Projektleiter und Bartgeierexperte Toni Wegscheider. Der Jungfernflug der jungen Bartgeierdame verlief unerwartet elegant und nachdem sie nach 100 Metern sogar noch eine Kurve flog, landete sie außer Sichtweite in einer Wiese. „Beim Bartgeier ist der erste Ausflug kein völlig erhabener Moment, sondern eher vergleichbar mit einem erfolgreichen großen Hopser. Aufgrund seiner Ausmaße kann der größte Vogel der Alpen gar nicht von einem Tag auf den anderen plötzlich anfangen, schon wie der König der Lüfte zu segeln“, erklärt Wegscheider. Bis der zweite Jungvogel zum ersten Flug ansetzt, ist es nur noch eine Frage der Zeit: „Wenn der erste Bartgeier einmal ausgeflogen ist, hat das einen Zugeffekt auf den Zweiten und so wird Wally in den nächsten Tagen wohl bald nachziehen und Bavaria folgen“, so der Nationalpark-Projektleiter Jochen Grab. Wally live per Webcam mitverfolgen kann man unter www.lbv.de/bartgeier-webcam sowie auf der Webseite des Nationalparks Berchtesgaden.

 

In den vergangen vier Wochen haben die beiden Bartgeierweibchen ihr Flugtraining in der gesicherten Auswilderungsnische von Tag zu Tag intensiviert. Beide waren am Tag ihrer Auswilderung am 10. Juni noch nicht flugfähig, hatten sich aber sehr gut entwickelt und sowohl an Gewicht als auch an Flügelspannweite zugelegt. „Die meisten ausgewilderten jungen Bartgeier machen zwischen dem 120. und 125. Lebenstag ihren Jungfernflug. Bavaria konnte es aber wohl einfach nicht mehr erwarten und startete schon mit 119 Tagen in die Freiheit“, sagt Toni Wegscheider. Im Anschluss an ihren ersten Flug bewegte sich Bavaria erstaunlich leichtfüßig durchs Gelände, hatte sie sich doch bis zuletzt eher tapsig in der Felsnische verhalten. Junge Bartgeier müssen vor dem ersten Ausflug nicht nur ihre Flügel, sondern auch ihre Beine kräftig trainieren. Bei Gleitstrecken von zunächst nur 50 bis 100 Metern können sie gerade in der ersten Woche nach der Landung nicht immer gleich wieder starten. Stattdessen müssen sie regelmäßig mühsam erst den Berg zum nächsten geeigneten, höhergelegenen Abflugpunkt wieder aufsteigen, um erneut in die Luft zu starten. „Das sind jetzt noch keine Präzisionsflieger. Jeder Tag mehr Entwicklung in der Nische bringt Vorteile, die man sich als Betreuer wünscht, denn umso stressfreier wird es für alle Beteiligten. Je später sie ausfliegen, desto eleganter geht es und desto sicherer sind sie vor möglichen Bedrohungen, weil sie dann auch nicht mehr so lange in Wiesen herumsitzen und nur wenig fliegen“, weiß der LBV-Biologe.

 

In Vorbereitung auf den ersten Ausflug hat das Bartgeier-Team von Nationalpark und LBV bereits in direkter Umgebung der Nische Futter ausgebracht, das auch fußläufig für die beiden Geier erreichbar ist. „Die Knochen werden so ausgelegt, wie die Bartgeier sie in der Natur finden würden, also nicht einfach in der Wiese, sondern zum Beispiel in Rinnen wo auch sonst das Fallwild zum Erliegen kommt“, so Jochen Grab. In die Nische werden die Projektmitarbeiter nach dem baldigen Ausflug von Wally keine Knochen mehr werfen, weil auch die Elternvögel in der Natur dann keine Nahrung mehr ins Nest bringen würden. In der direkten Umgebung der Felswand werden die Projektmitarbeiter von LBV und Nationalpark auch in den kommenden Wochen immer vor Ort sein und das Verhalten der beiden Bartgeier weiterhin genauso intensiv überwachen wie bisher. Für den absoluten Notfall, dass einer der Vögel sich bei seinen Flugübungen verletzt, könnte dann auch eingegriffen werden.

 

Entwicklung der kommenden Wochen

Die beiden Bartgeierweibchen werden sich zunächst nur im Aufwindbereich der bekannten Felswand aufhalten und sich erst nach ein bis zwei Wochen raus in den Luftraum wagen. Dann werden sie einige Wochen in einem Radius von rund zwei Kilometern um die Nische verbringen. Mit dem weiteren Aufbau ihrer Flugmuskulatur werden ihre Flugversuche dabei sukzessive eleganter werden. „Die erste Woche wird dabei sehr mühsam, doch danach wird man Verbesserungen bemerken und die Manövrierfähigkeit wird sich steigern. Bavaria und Wally werden ihre Beweglichkeit in der Luft immer weiter verbessern“, erklärt Wegscheider. Die Trainingsflüge werden dabei immer besser werden und die Junggeier werden zunehmend mit Thermik und Turbulenzen klarkommen. Nach ein bis zwei Monaten werden sie das Klausbachtal endgültig verlassen und außerhalb des Einflussbereichs der Beobachter nicht mehr zu sehen sein. „Das wird kein einfacher Moment, aber genau das wollen wir ja erreichen“, gibt Wegscheider zu.

 

Trotzdem werden die Projektmitarbeiter*innen wahrscheinlich noch bis Oktober weiterhin Futter auslegen, denn selbst wenn Geier sich weiter von ihrem Auswilderungsort entfernen, können sie immer für Futter wieder in die Region zurückkehren, sollten sie einmal nichts finden. So bekommen die Junggeier die Zeit, die sie brauchen, um sich zu entwickeln. „Das ist auch einer der Erfolgsfaktoren dieser Auswilderungsmethode: der Kühlschrank zuhause ist immer gefüllt. Es wird also etwas Essbares zu finden sein werden, auch wenn man erst spät nachts mal vom Studium heimkommt,“ verspricht Wegscheider. Erst wenn Bavaria und Wally sich länger nicht mehr zeigen, wird das Projektteam aufhören, Knochen für sie auszulegen.

 

Bavaria und Wally durchs Fernglas erkennen

Bei ihren zukünftigen Ausflügen und Streifzügen durch den Nationalpark Berchtesgaden und später durch die Alpen werden die beiden Bartgeierweibchen in den kommenden zwei Jahren auch dank ihrer eindeutigen Flügelmarkierungen für jede*n mit dem Fernglas zu erkennen sein. „Dabei lassen sie sich ganz einfach unterscheiden: Wally mit dem Doppel-L im Namen hat ihre zwei unterschiedliche Bleichstellen in derselben Schwinge. Bavaria mit dem V im Namen hat unter anderem zwei gebleichte Federn im Stoß, der als Schwanz ja ähnlich wie ein der Buchstabe V geformt ist“, erklärt Toni Wegscheider (siehe auch Grafik anbei). Der LBV ruft deshalb alle dazu auf, den bayerischen Naturschützer*innen in Zukunft vor allem außerhalb des Auswilderungsbereichs alle Sichtungen der beiden Geier per E-Mail zu melden unter bartgeier@lbv.de. Wenn möglich sollte dabei der Geiername, die Flugrichtungen - also woher und wohin - und mögliche Aktivitäten beschrieben werden. „Am wichtigsten ist uns dabei allerdings, dass immer ein Foto oder Video mitgeschickt wird, selbst wenn es nur unscharf mit dem Smartphone aufgezeichnet wurde.“

 

In Kürze werden dank der angelegten GPS-Sender auch die Flugrouten der beiden Bartgeier auf einer Karte auf der LBV-Webseite www.lbv.de/bartgeier-auf-reisen mitzuverfolgen sein. Dabei werden die Senderdaten der Öffentlichkeit allerdings mit einer Verzögerung von drei Tagen angezeigt. „Dies dient der Sicherheit der Vögel und trotzdem erfährt jede und jeder, wo sie überall hingeflogen sind. So können wir zum Beispiel Schlafplätze geheim halten und die Vögel vor zu viel menschlicher Aufmerksamkeit schützen“, sagt Wegscheider.

 

Am offiziellen Bartgeier-Infostand an der Halsalm, der auf einer Wanderroute liegt, können sich in den kommenden Wochen alle Besucher*innen täglich bei den Projektmitarbeitenden erkundigen, wo genau sich Bavaria und Wally gerade im Nationalpark aufhalten und wo man sie beim Beobachten am wenigsten stört. Vor allem Naturfotograf*innen sind angehalten, großen Abstand zu den beiden Bartgeiern zu halten. Nationalpark-Ranger sind vermehrt im Einsatz, um die jungen Bartgeier vor aufdringlichen Gästen zu schützen. Sowohl der LBV als auch der Nationalpark Berchtesgaden bieten regelmäßig Bartgeier-Führungen an, eine Anmeldung ist erforderlich. Informationen gibt es unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de im Bereich Veranstaltungen sowie unter bartgeier@lbv.de.

 

Zum Projekt:

 

Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) zählt mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zu den größten, flugfähigen Vögeln der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts war der majestätische Greifvogel in den Alpen ausgerottet. Im Rahmen eines großangelegten Zuchtprojekts werden seit 1986 im Alpenraum in enger Zusammenarbeit mit dem in den 1970er Jahren gegründeten EEP der Zoos junge Bartgeier ausgewildert. Das europäische Bartgeier-Zuchtnetzwerk wird von der Vulture Conservation Foundation (VCF) mit Sitz in Zürich geleitet. Während sich die Vögel in den West- und Zentralalpen seit 1997 auch durch Freilandbruten wieder selbstständig vermehren, kommt die natürliche Reproduktion in den Ostalpen nur schleppend voran. Ein vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogelschutz) initiiertes Projekt zur Auswilderung von jungen Bartgeiern im bayerischen Teil der deutschen Alpen greift dies auf und unterstützt in Kooperation mit dem Tiergarten Nürnberg und dem Nationalpark Berchtesgaden die alpenweite Wiederansiedelung. Dafür werden in den kommenden Jahren im Klausbachtal junge Bartgeier ausgewildert – im Jahr 2021 erstmals in Deutschland. Der Nationalpark Berchtesgaden eignet sich aufgrund einer Vielzahl von Faktoren als idealer Auswilderungsort in den Ostalpen. Mehr Informationen zum Projekt unter www.lbv.de/bartgeier-auswilderung


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