Willkommen bei der LBV Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach

 

 

 

 

Nächtliche Kobolde über den Weihern

Interessiert lauschen die Exkursionsteilnehmer dem Vortrag der Biologin (F: H. Lohn)
Interessiert lauschen die Exkursionsteilnehmer dem Vortrag der Biologin (F: H. Lohn)
Bildmaterial veranschaulicht die Inhalte des Vortrages (F: H. Lohn)
Bildmaterial veranschaulicht die Inhalte des Vortrages (F: H. Lohn)

 

Bei der Exkursion zur „batnight“ des LBV konnten zahlreiche Fledermäuse gehört und ihr Jagdverhalten beobachtet werden

 

Am 06.09.14 veranstaltete der LBV eine Fledermaus-Exkursion in Jettenbach im Landkreis Mühldorf am Inn, an welcher 30 begeisterte Tier- und Naturfreunde teilnahmen. Ob Erwachsene oder Kinder - mit Vortrag, nächtlichem Spaziergang und Fledermaus-Gummibärchen - hier kam jeder auf seine Kosten.

 

 

 

Zu Beginn der Veranstaltung des LBV konnten sich die anwesenden Kinder Fledermausanstecker basteln, während die großen Gäste mit Informationsmaterial zum Thema Fledermäuse versorgt wurden.

 

Der folgende Vortrag der Biologin Friederike Herzog über die Biologie der Fledermäuse gab einen ersten Einblick in den Jahreszyklus der fliegenden Säugetiere und ihre erstaunlichen Leistungen.

 

Anschließend brachten die LBV-Mitarbeiter unter interessierten Blicken der Teilnehmer einen Fledermauskasten in geeigneter Höhe an, so dass ein neues Quartier für die geschützten Arten geschaffen wurde.

 

Mit beginnender Dämmerung ging es dann ausgerüstet mit Taschenlampen und „Batdetektoren“, die die Ultraschallrufe der Fledermäuse für den Menschen hörbar machen,  auf zum nächtlichen Spaziergang. Gleich am ersten Fischweiher konnten einige Wasserfledermäuse bei der Jagd entdeckt werden. Auf dem Weg zum Inn „knatterte“ es einige Male aus den Detektoren, was allgemein sehr erfreut aufgenommen wurde, da die kleinen Jäger der Nacht ansonsten oft unbemerkt an uns vorbeihuschen. Unter anderem konnten so Zwergfledermäuse identifiziert werden.

 

Während der Wanderung kamen auch die kleinen Gäste nicht zu kurz und stärkten sich hocherfreut mit Fledermaus-Gummibärchen. An einem weiteren großen Weiher kam es zu einem Highlight: mehrere Wasserfledermäuse jagten knapp über der Wasseroberfläche und flogen ganz nah - wunderbar zu beobachten - an den faszinierten Besuchern vorbei. Einige Kinder wollten sich vor Begeisterung über diese hautnahen Beobachtungen kaum zum Weitergehen überreden lassen.

 

Als krönender Abschluss zeigte sich am Weiher am Endpunkt der Exkursion  noch eine Ringelnatter im Wasser und vervollständigte den schönen Naturspaziergang.

 

Seien Sie gespannt auf den nächsten Sommer - auch 2015 wird es eine „batnight“ des LBV im Landkreis Mühldorf am Inn geben!

 

 



Gekreuzigter Kormoran - Vogelschützer sind bestürzt

Foto: LBV-Archiv
Foto: LBV-Archiv

Statt sich über die vielfältige Vogelwelt und urtümliche Natur zu freuen, müssen die Besucher des Beobachtungsturms Hirschauer Bucht einen gekreuzigten Kormoran sehen. Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach des Landesbundes für Vogelschutzes, ist bestürzt über den grausigen Anblick des gekreuzigten Opfers. „Dies ist eine Geschmacklosigkeit sondergleichen und eine Rohheit gegenüber der Natur". Die Motive des Tierschänders liegen im Dunkeln. Sollten Artgenossen abgeschreckt oder angelockt werden? Oder handelt es sich um eine symbolische "Bestrafung" des Vogels, der als Fischfresser Anglern und Berufsfischern Sorgen macht?

 

Seit 1994 brütet eine Kormorankolonie am Chiemsee. Darüber hinaus rasten und überwintern zahlreiche Kormorane am Chiemsee. 1994 begann sich eine Kormorankolonie im Achendelta zu etablieren, die ihre maximale Größe 2001 mit 145 Paaren erreichte. 2004 brach die Kolonie aus ungeklärten Gründen kurzfristig zusammen und pendelt seither laut Bayerischem Landesamt für Umwelt zwischen 70 und 120 Paaren. Der Kormoran wird in Bayern stark bejagt. So liegen die jährlichen Abschusszahlen bei etwa 7.000 Individuen.

Abbildung: Quelle LfU
Abbildung: Quelle LfU

Nachdem 1989 die Ringkanalisation Chiemsee in Betrieb genommen wurde sank der Gehalt an Phosphat und organischem Material im Chiemsee, der sich dadurch zu einem mäßig nährstoffreichen See entwickelte. Die Folge ist ein geringerer Gehalt an Algen als Nahrungsgrundlage unter anderem für Fische. Die Fischfangzahlen der Berufsfischer gingen bis 1994 auf etwa 70.000 kg zurück. Seit 1999, also noch vor Erreichen der maximalen Größe der Kormorankolonie, gehen die Fangzahlen der Fischerei trotz Kormorankolonie und etwa gleichbleibenden Winterbestand nach oben. Sie liegen in den letzten Jahren deutlich über 100.000 kg. Ein Zusammenhang zwischen Kormoranbestand und Fischertrag zeigen die Zahlen nicht. Dass sich die Fischer über den Kormoran ärgern, kann Sabine Pröls verstehen. Dennoch plädiert sie angesichts der Erträge für Leben und Leben lassen.

 

Zweimal kam es im Achendelta zu Ansiedelungsversuchen des Seeadlers. Beide Male wurde das Nest aus unbekannten Gründen verlassen. „Da Seeadler nur noch schwer von einer begonnen Brut ablassen, gehen wir davon aus, dass sie vertrieben wurden“, so Pröls. Dabei wäre der Seeadler ein natürlicher Feind des Kormorans gewesen.

 

Kormorane dürfen in der Zeit vom 16. August bis 14. März und im Umkreis von 200 m um Gewässer außerhalb von Naturschutzgebieten, Nationalparks und europäischer Vogelschutzgebiete geschossen werden. Darüber hinaus gibt es gebietsspezifische, weitergehende Ausnahmegenehmigungen.

 

Der Landesbund für Vogelschutz hat den Vorfall zur Anzeige gebracht und fordert, den gekreuzigten Kormoran schnellstmöglich zu entfernen.


FÜR DIE SALZACH ALS NATURFLUSS!

Zahlreiche Teilnehmer auf der Salzach-Kundgebung in der Altstadt von Burghausen fordern eine ökologische Renaturierung der Salzach, ohne Energiegewinnung, gerade auch wegen ihres hohen Symbolwerts als alpiner Wildfluss (Foto: BKV)
Zahlreiche Teilnehmer auf der Salzach-Kundgebung in der Altstadt von Burghausen fordern eine ökologische Renaturierung der Salzach, ohne Energiegewinnung, gerade auch wegen ihres hohen Symbolwerts als alpiner Wildfluss (Foto: BKV)

 

NEIN zum Ausbau der Salzach mit Kraftwerken  –  JA zur Naturflussvariante!

Das ist die Prämisse, unter der die Demonstrations-Veranstaltung am 18. Mai in Burghausen stattfand. 

Prof. Dr. Leppelsack, LBV
Prof. Dr. Leppelsack, LBV

Um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, dass hier ein lebendiger Fluss dem Energiehunger der Strom-konzerne geopfert werden soll, luden der Bayerische Kanu-Verband mit dem Bund Naturschutz in Bayern, der Landesfischereiverband Bayern, der Landesbund für Vogelschutz, der Verein zum Schutz der Bergwelt und die Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach ihre Mitglieder und alle, denen eine intakte Umwelt am Herzen liegt, ein zu einer gemeinsamen Kundgebung „Für die Salzach als Naturfluss“ am 18. Mai 2014

um 13.30 Uhr auf dem Stadtplatz in Burghausen/Altstadt.

LBV-Kreisgruppe B'gadener Land
LBV-Kreisgruppe B'gadener Land

Der LBV setzt sich seit vielen Jahren für die Salzach als freifließenden Fluss ein. Wir sind Mitglied in der Aktionsgemein-schaft Lebensraum Salzach http://www.freie-salzach.de/ , haben uns im Rahmen des Raumordnungsver-fahrens und der Planfeststellungsver-fahren für die naturnahen Aufweitungs-varianten stark gemacht und uns an der Studie „Naturflussvariante Freilassinger Becken“ finanziell beteiligt.

Es gilt, eine Jahrhundertchance zu wahren und damit für den Erhalt einer frei fließenden Salzach einzustehen sowie Fauna und Flora den notwendigen Lebensraum zur Verfügung zu stellen, zu erweitern und zu erhalten.

>> zur Pressemitteilung


Ehrenamtliche/r EDV-Fachmann/Fachfrau für Regionalgeschäftsstelle gesucht

Ehrenamtliche/r EDV-Fachmann/Fachfrau für Regionalgeschäftsstelle gesucht

Unsere Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach sucht eine/n ehrenamtliche/n EDV-Fachmann/Fachfrau.

Sie sind erfahren im Umgang mit EDV-Problemen aller Art (Software-Probleme, Homenetz, Hardware-
aufrüstung etc.)?

Sie haben sporadisch bei auftretenden Problemen Zeit?

 

Dann melden Sie sich bitte, wir suchen genau Sie!

 

Helfen Sie uns, unseren Arbeitsaufwand zu optimieren. Für weitere Informationen schreiben Sie bitte an inn-salzach@lbv.de oder rufen Sie in der Geschäftsstelle an unter 08634-625333.



Weißstorch im Winter, Foto: Cordula Stoll
Weißstorch im Winter, Foto: Cordula Stoll

Immer mehr Weißstörche überwintern in Bayern

In Südostbayern werden aktuell ebenfalls immer noch Störche beobachtet.
Auch wenn sich Bürger um die ehemaligen Zugvögel sorgen, die das ganze Jahr bleiben – Mit umgestelltem Speiseplan schadet ihnen die Kälte nicht. In keinem Fall sollte man die Vögel jedoch füttern!


Grünspecht im Flug,  Foto: Kim Taylor
Grünspecht im Flug, Foto: Kim Taylor

Der Grünspecht - Vogel des Jahres 2014

Der Grünspecht wurde zum Vogel des Jahres 2014 ernannt, weil er für einen gefärdeten Lebensraum steht, der vielen bedrohten Arten eine Heimat ist.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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