Willkommen bei der LBV Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach


Gekreuzigter Kormoran - Vogelschützer sind bestürzt

Foto: LBV-Archiv
Foto: LBV-Archiv

Statt sich über die vielfältige Vogelwelt und urtümliche Natur zu freuen, müssen die Besucher des Beobachtungsturms Hirschauer Bucht einen gekreuzigten Kormoran sehen. Sabine Pröls, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach des Landesbundes für Vogelschutzes, ist bestürzt über den grausigen Anblick des gekreuzigten Opfers. „Dies ist eine Geschmacklosigkeit sondergleichen und eine Rohheit gegenüber der Natur". Die Motive des Tierschänders liegen im Dunkeln. Sollten Artgenossen abgeschreckt oder angelockt werden? Oder handelt es sich um eine symbolische "Bestrafung" des Vogels, der als Fischfresser Anglern und Berufsfischern Sorgen macht?

 

Seit 1994 brütet eine Kormorankolonie am Chiemsee. Darüber hinaus rasten und überwintern zahlreiche Kormorane am Chiemsee. 1994 begann sich eine Kormorankolonie im Achendelta zu etablieren, die ihre maximale Größe 2001 mit 145 Paaren erreichte. 2004 brach die Kolonie aus ungeklärten Gründen kurzfristig zusammen und pendelt seither laut Bayerischem Landesamt für Umwelt zwischen 70 und 120 Paaren. Der Kormoran wird in Bayern stark bejagt. So liegen die jährlichen Abschusszahlen bei etwa 7.000 Individuen.

Abbildung: Quelle LfU
Abbildung: Quelle LfU

Nachdem 1989 die Ringkanalisation Chiemsee in Betrieb genommen wurde sank der Gehalt an Phosphat und organischem Material im Chiemsee, der sich dadurch zu einem mäßig nährstoffreichen See entwickelte. Die Folge ist ein geringerer Gehalt an Algen als Nahrungsgrundlage unter anderem für Fische. Die Fischfangzahlen der Berufsfischer gingen bis 1994 auf etwa 70.000 kg zurück. Seit 1999, also noch vor Erreichen der maximalen Größe der Kormorankolonie, gehen die Fangzahlen der Fischerei trotz Kormorankolonie und etwa gleichbleibenden Winterbestand nach oben. Sie liegen in den letzten Jahren deutlich über 100.000 kg. Ein Zusammenhang zwischen Kormoranbestand und Fischertrag zeigen die Zahlen nicht. Dass sich die Fischer über den Kormoran ärgern, kann Sabine Pröls verstehen. Dennoch plädiert sie angesichts der Erträge für Leben und Leben lassen.

 

Zweimal kam es im Achendelta zu Ansiedelungsversuchen des Seeadlers. Beide Male wurde das Nest aus unbekannten Gründen verlassen. „Da Seeadler nur noch schwer von einer begonnen Brut ablassen, gehen wir davon aus, dass sie vertrieben wurden“, so Pröls. Dabei wäre der Seeadler ein natürlicher Feind des Kormorans gewesen.

 

Kormorane dürfen in der Zeit vom 16. August bis 14. März und im Umkreis von 200 m um Gewässer außerhalb von Naturschutzgebieten, Nationalparks und europäischer Vogelschutzgebiete geschossen werden. Darüber hinaus gibt es gebietsspezifische, weitergehende Ausnahmegenehmigungen.

 

Der Landesbund für Vogelschutz hat den Vorfall zur Anzeige gebracht und fordert, den gekreuzigten Kormoran schnellstmöglich zu entfernen.


FÜR DIE SALZACH ALS NATURFLUSS!

Zahlreiche Teilnehmer auf der Salzach-Kundgebung in der Altstadt von Burghausen fordern eine ökologische Renaturierung der Salzach, ohne Energiegewinnung, gerade auch wegen ihres hohen Symbolwerts als alpiner Wildfluss (Foto: BKV)
Zahlreiche Teilnehmer auf der Salzach-Kundgebung in der Altstadt von Burghausen fordern eine ökologische Renaturierung der Salzach, ohne Energiegewinnung, gerade auch wegen ihres hohen Symbolwerts als alpiner Wildfluss (Foto: BKV)

 

NEIN zum Ausbau der Salzach mit Kraftwerken  –  JA zur Naturflussvariante!

Das ist die Prämisse, unter der die Demonstrations-Veranstaltung am 18. Mai in Burghausen stattfand. 

Prof. Dr. Leppelsack, LBV
Prof. Dr. Leppelsack, LBV

Um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, dass hier ein lebendiger Fluss dem Energiehunger der Strom-konzerne geopfert werden soll, luden der Bayerische Kanu-Verband mit dem Bund Naturschutz in Bayern, der Landesfischereiverband Bayern, der Landesbund für Vogelschutz, der Verein zum Schutz der Bergwelt und die Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach ihre Mitglieder und alle, denen eine intakte Umwelt am Herzen liegt, ein zu einer gemeinsamen Kundgebung „Für die Salzach als Naturfluss“ am 18. Mai 2014

um 13.30 Uhr auf dem Stadtplatz in Burghausen/Altstadt.

LBV-Kreisgruppe B'gadener Land
LBV-Kreisgruppe B'gadener Land

Der LBV setzt sich seit vielen Jahren für die Salzach als freifließenden Fluss ein. Wir sind Mitglied in der Aktionsgemein-schaft Lebensraum Salzach http://www.freie-salzach.de/ , haben uns im Rahmen des Raumordnungsver-fahrens und der Planfeststellungsver-fahren für die naturnahen Aufweitungs-varianten stark gemacht und uns an der Studie „Naturflussvariante Freilassinger Becken“ finanziell beteiligt.

Es gilt, eine Jahrhundertchance zu wahren und damit für den Erhalt einer frei fließenden Salzach einzustehen sowie Fauna und Flora den notwendigen Lebensraum zur Verfügung zu stellen, zu erweitern und zu erhalten.

>> zur Pressemitteilung


Ehrenamtliche/r EDV-Fachmann/Fachfrau für Regionalgeschäftsstelle gesucht

Ehrenamtliche/r EDV-Fachmann/Fachfrau für Regionalgeschäftsstelle gesucht

Unsere Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach sucht eine/n ehrenamtliche/n EDV-Fachmann/Fachfrau.

Sie sind erfahren im Umgang mit EDV-Problemen aller Art (Software-Probleme, Homenetz, Hardware-
aufrüstung etc.)?

Sie haben sporadisch bei auftretenden Problemen Zeit?

 

Dann melden Sie sich bitte, wir suchen genau Sie!

 

Helfen Sie uns, unseren Arbeitsaufwand zu optimieren. Für weitere Informationen schreiben Sie bitte an inn-salzach@lbv.de oder rufen Sie in der Geschäftsstelle an unter 08634-625333.



Weißstorch im Winter, Foto: Cordula Stoll
Weißstorch im Winter, Foto: Cordula Stoll

Immer mehr Weißstörche überwintern in Bayern

In Südostbayern werden aktuell ebenfalls immer noch Störche beobachtet.
Auch wenn sich Bürger um die ehemaligen Zugvögel sorgen, die das ganze Jahr bleiben – Mit umgestelltem Speiseplan schadet ihnen die Kälte nicht. In keinem Fall sollte man die Vögel jedoch füttern!


Grünspecht im Flug,  Foto: Kim Taylor
Grünspecht im Flug, Foto: Kim Taylor

Der Grünspecht - Vogel des Jahres 2014

Der Grünspecht wurde zum Vogel des Jahres 2014 ernannt, weil er für einen gefärdeten Lebensraum steht, der vielen bedrohten Arten eine Heimat ist.

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