Kundgebung "Salzach als Naturfluss"

Untere Salzach - noch keine Entscheidung gefallen

Die Salzach tieft sich in Folge der Begradigung immer mehr ein. Deshalb muss sie zwischen Freilassing und Burghausen saniert und das Flussbett aufgeweitet werden. Dies bedeutet erst einmal mehr Raum für den Fluss sowie die Pflanzen und Tiere entlang des Flusses, wie südlich von Laufen bereits geschehen.

Leider wird dieses Szenario von Kraftwerksplänen im Tittmoninger Becken bedroht. Die Folge der Kraftwerke wären Querbauwerke, die die Strömungsgeschwindigkeit verringern und zum Aufstau des Flusses führen. In weiten Bereichen würden damit keine Kiesbänke entstehen, welche zum Beispiel der Flussuferläufer als Lebensraum benötigt. Die Restwassermenge, die die Durchgängigkeit der Querbauwerke gewährleisten soll, wäre nur sehr gering. Jungfische würden flussabwärts in den Turbinen getötet. Da der Salzachabfluss zudem von starken Schwankungen geprägt ist, mit Hochwasser im Frühjahr und Niedrigwasser im Winter und Sommer, wäre eine Stromerzeugung nur etwa die Hälfte des Jahres möglich. 

Aus diesen Gründen fordern wir, an der Unteren Salzach auf Wasserkraftwerke zu verzichten und stattdessen der Natur Vorrang zu geben! 

S. Pröls, Leiterin der LBV Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach